Luise Freifrau von Racknitz
Winzerin am Disibodenberg

Seit 1998 baue ich am berühmten Disibodenberg Weine mit einer ganz eigenen Handschrift aus. Dabei liegt mir der Standort meiner Reben besonders am Herzen, ebenso wie der daraus resultierende spezielle Charakter eines jeden Weines. Extrem früh und als eine der Ersten an der Nahe hatte ich den Mut und das Vertrauen, die Gesamtheit meiner Weine konsequent spontan zu vergären. Dies verleiht meinen Weinen eine besondere Dimension und verschafft ihnen Aufmerksamkeit weit über die Nahe hinaus.

Es ist mir ein großes Anliegen die Weinberge und das Weingut zu pflegen, weiter auszubauen und somit die eindrucksvolle Wein- und Kulturgeschichte des Disibodenberges zu erhalten.

Weingut – Geschichte

Das Weingut, der ehemalige Gutshof des Klosters Disibodenberg, liegt im idyllischen mittleren Nahetal an der Mündung des Glan in die Nahe. Die Weinkultur und der Mut eigene Wege zu gehen, haben an diesem Ort eine lange Tradition.

Römische Spuren weisen bereits auf Reben am Südhang des Disibodenbergs hin. Der Heilige Disibodus begründete hier im 7. Jahrhundert monastisches Leben. Im später nach ihm benannten Kloster lebte die Heilige Hildegard von Bingen über 40 Jahre und verfasste am Disibodenberg ihre bedeutendsten Schriften. Mut und Eigenständigkeit zeichnen den Weg der berühmten Frau und lassen sie zu einem Vorbild werden.

Seit dem 11. Jahrhundert trägt der Klosterweinberg ununterbrochen Reben. Aus dieser Zeit stammen auch die „Weisser Orleans“-Reben, die dort gefunden wurden. Ab 1753 befinden sich Weingut und Klosterruine im Eigentum unserer Familie. In den 1930er Jahren war das Weingut eines der fünf Gründungsmitglieder des „Verein der Naturwein-Versteigerer an der Nahe e.V.“, dem Vorläuferverband des heutigen VDP.

Die Klosterruine wurde 1989 von Ehrengard Freifrau von Racknitz, der Mutter von Luise Freifrau von Racknitz, in die von der Familie gegründete Scivias-Stiftung (www.disibodenberg.de) eingebracht. Bis heute ist Luise von Racknitz im Vorstand der Scivias-Stiftung engagiert. Mit dem Abschluss ihres Weinbaustudiums in Geisenheim übernimmt sie das elterliche Weingut. Die Bedeutung des Disibodenbergs als einen außergewöhnlichen Ort spielt in ihrem Leben eine große Rolle.

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